Redebeitrag zum internationalen Klimastreik am 15.03.2019

Im letzten Jahr gab es große Aufmerksamkeit für die Geschehnisse im Hambacher Forst und Aktionen wie „Ende Gelände“ in den Tagebauregionen. Aktivist*innen haben den Klimaschutz selbst in die Hand genommen und kurzerhand die Bahnstrecke, über die die Kohle zu den Kraftwerken gelangt, blockiert. Warum aber ist es nötig, dass Aktivist*innen selbst aktiv werden müssen und sich massiven Repressionen durch den Staat aussetzen?

Wir wissen schon lange, dass wir endlich mit der Verbrennung von Braunkohle – einem der klimaschädlichsten Energieträger – aufhören müssen, um die menschengemachte Klimakrise noch irgendwie einzudämmen. Und trotzdem empfiehlt die Kohlekommission in Berlin, den Kohleausstieg bis 2038 aufzuschieben. Dass dies deutlich zu spät ist, weiß man auch dort, aber dank des Einflusses der umweltverpestenden industriellen Schwergewichte wird hier der Umweltschutz bereitwillig geopfert.