STILL NOT ♥’ING SEXISM – Feministisches Festival 2013

STILL NOT ♥’ING SEXISM ist ein gesellschaftskritisches feministisches Festival in Bremen und wird von der Linksjugend [’solid] Bremen organisiert.  Das Festival findet am Samstag, dem 7.9. ab 14:00 in der Spedition statt und ist kostenlos. Das Programm enthält Workshops, Konzerte und Spaß und wird inhaltlich von verschiedenen Bremer Gruppen unterstützt.

14:00 Begrüßung/Plenum
15-17:00 (erste Workshopphase, siehe unten)
17:00-17:30 (Pause)
17:30-19:30 (zweite Workshopphase, siehe unten)
19:30-21:00 (Essen, Quatschen und noch mehr)
21-00:00 Ari Pop 
22:00-23:30 Ira Atari
ab 23:30 Tanzen

WORKSHOPPHASE 1

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„Wer putzt hier eigentlich?- Care Revolution!“  (2Stunden) von Avanti – Projekt undogmatische Linke

Putzen, kochen, waschen, einkaufen, Krankenpflege oder das Bespaßen von Kindern – Care-Arbeit ist überall. Wir wollen in unserem Workshop einen Einstieg in das Thema „sorgende Arbeit“ in unserem Alltag und ihrer gesellschaftlichen Funktion geben. Dabei beleuchten wir die geschlechtsspezifischen Zuschreibungen von unbezahlter und bezahlter Care-Arbeit. Weiter geht es uns um eine Diskussion über Handlungsmöglichkeiten sowie um Potenziale und Herausforderungen der „Care Revolution“
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„Sexismus – Was ist das eigentlich?“ (4 Stunden) von DGB-Jugend

Dass Männer angeblich schlecht zuhören können und Frauen dafür nicht einparken können ist ziemlich schnell als sexistisches Vorurteil zu erkennen, aber warum sind vor allem Männer in Führungspositionen? Wieso gibt es mehr Hausfrauen aber so wenige Hausmänner? Warum gelten Jungs die weinen als schwach, während dem bei Mädchen niemand groß Aufmerksamkeit schenkt? Warum ist Händchen halten zwischen Mädchen in Ordnung gilt aber zwischen Jungs gleich als schwul? Warum nehmen sich bei Diskussionen Männer viel mehr Raum?
Dieser Workshop soll euch einen Einblick geben was Sexismus ist. Dabei schauen wir uns genauer an wie es kommt, dass Männern und Frauen bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden und wer eigentlich von Sexismus betroffen ist und wer von Sexismus profitiert.
Alle interessierten Menschen jedweder geschlechtlicher Positionierung sind herzlich willkommen. Da wir uns auch mit unserer eigenen Rolle und deren Verknüpfungen innerhalb einer sexistischen Gesellschaft auseinandersetzten wollen, wäre es schön, wenn ihr Lust habt auch kritisch mit eurer eigenen Rolle auseinanderzusetzen.

(Dieser Workshop ist Vierstündig und wird beide Workshopphasen abdecken.)

WORKSHOPPHASE 2

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 „Antisexistische Stadtrallye“ (2Stunden)  von Linksjugend [’solid] Bremen (Feminismus-AG)

Ständig sind wir in unseren alltäglichen Handlungen und in unserer gewohnten Umwelt beeinflusst von Dingen, denen wir uns nicht mehr bewusst sind, weil sie im Laufe unseres Lebens ganz normal geworden sind. Hierzu gehört auch „Alltagssexismus“, der Unterschiede, Stereotype und Ungleichheiten zwischen „Mann“ und „Frau“ ständig reproduziert. Ob nackte Frauen auf Werbeplakaten, „dumme Blondinen“ oder die Kleiderabteilung bei H&M, die durch blau-pink-Trennung deutlich werden lässt, dass bereits Babys klar zugewiesene Geschlechterrollen innerhalb unserer Gesellschaft einzunehmen haben. Die Liste solcher Alltagssexismen könnte endlos weitergeführt werden.
In der Stadtrallye wollen wir unsere Sinne für diese Phänomene schärfen. In Gruppen ziehen wir durch die Innenstadt, durch Geschäfte und fotografieren alles, was uns als sexistisch erscheint. Am Ende werden alle Teilnehmer*innen ihre Eindrücke präsentieren und besprechen. Zusätzlich können die Ergebnisse im Internet öffentlich zur Diskussion gestellt werden.

(Der Workshop ist offen für alle. Wenn möglich, dann bringt eine Digitalkamera mit)
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„Who cares? Feminismus und Marxsche Theorie“ (2 Stunden) von Basisgruppe Antifaschismus [BA] 

Wenn die (radikale) Linke alle Herrschaftsverhältnisse überwinden – und nicht in einer erneuten Katastrophe des „real existierenden Sozialismus“ enden will – braucht sie Begriffe davon, was das für Herrschaftsverhältnisse sind und wie sie miteinander zusammenhängen. Ein berühmtes Konfliktfeld stellte die Auseinandersetzung mit Geschlechterverhältnissen dar. Seit Beginn der Debatte um die Marxsche Theorie existiert auch die feministische Kritik daran. Im Workshop wird es um einige dieser Kritiken gehen und welche praktischen Auswirkungen diese Erkenntnisse auf eine revolutionäre Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse haben (sollten).

KONZERTE

ari

ab 21:00
ari 04ari (female fronted one man band aus Berlin)
macht Musik zum zuhören, rumsitzen, rauchen und Bier trinken…zum aufstehen, rausgehen und Revolten anzetteln…hier und da, leise und laut, schief und schön…über Utopie, Alltagswahnsinn und Herzklumpenscheiße…

Ira Atari

ab 22:00

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Ira Atari hat sich ihren Platz im Audiolithkosmos gesichert und bereichert diesen durch eine weibliche Sicht auf alles, was uns da so beschäftigt und bewegt. Ihr selbstgewählter Schwellenzustand zwischen Mainstream und Indie, Club und Pop, Tiefe und Spaß (Deepness & Fun), Innen und Aussen. Ira Atari und ihre Songs werden vor allem auch außerhalb audiolithscher Wirkungskreise wahrgenommen, die Gay Scene horchte auf, und auf Iras Konzerten waren plötzlich (endlich) wesentlich mehr weibliche Fans zugegen. Von daher ist es nur konsequent, dass sie auf „Shift “ ihre Gratwanderung zwischen den Welten kultiviert und dabei noch die erste Audiolithveröffentlichung überhaupt hinlegt, die sich auf ganz holistische Weise mit den Themen Liebe und Beziehung auseinandersetzt, ganz persönlich, aber auch im Pop-Sinne generalisiert, so dass auch Du und Du und ich uns darin wiederfinden können, wenn wir mit ihren Liedern auf den Lippen durch den Tag (oder in den Beinen durch die Nacht) gleiten.

Warum ein feministisches Festival?

Das Festival möchte einen Raum für emanzipa­torische Kultur, Diskussion und Austausch schaffen und Künstler*innen und Themen einen Raum geben, die ansonsten gesellschaftlich marginalisiert werden. Vorträge und Work­shops ermöglichen die kritische Auseinandersetzung mit den bestehenden Ver­hältnissen und feministische Musiker*innen sorgen für Abwechslung und Spaß. Wichtig ist uns dabei, dass es keinen Platz für jegliches sexistisches Verhalten, für dominantes „männliches“ Auftreten, Mackergehabe, Homophobie, Transphobie und sonstiges aufdringliches oder diskriminierendes Verhalten gibt.

Wenn ihr dabei sein wollt, dann braucht ihr auch nicht euren gesamten Tag einzuplanen. Es ist selbstverständlich möglich an einzelnen Workshops teilzunehmen oder einfach nur zu den Konzerten zu kommen. Schaut doch einfach mal vorbei.

2 Gedanken zu “STILL NOT ♥’ING SEXISM – Feministisches Festival 2013

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