Gegen Militärdiktatur und Gottesstaat! Unterstützt die fortschrittlichen und linken Kräfte in der Türkei und Kurdistan!

akp0 akp1Kurze Stellungnahme zum Putschversuch in der Türkei und der Kundgebung türkischer Nationalist*innen und AKP-Fans (UETD) am Bremer Hauptbahnhof am 15. & 16. Juli:

Am 15.07 kam es am Abend zu einem Putschversuch in der Türkei. Eine kleine Gruppe innerhalb des Militärs versuchte die bestehende Ordnung gewaltsam zu stürzen. Anders als bei den Militärputschen der Vergangenheit, die die Türkei 1960, 1971, 1980 und 19akp297 heimsuchten, ging der gescheiterte in den letzten Tagen nicht von der Militärführung aus. Die Putschisten beschossen in der Nacht zum 16.07 das Polizeihauptquartier, die Geheimdienstzentrale sowie das Parlament. Kurzzeitig belagerten die Putschisten den Atatürk Flughafen und den Fernsehsender TRT. Anschließend rief Erdogan seine Anhänger*innen über eine Videobotschaft dazu auf, sich geschlossen gegen die Putschisten zu stellen. Staatlich gelenkte Moscheen verbreiteten diese Aufforderung. Dem Aufruf folgten dann ein großer Teil seiner Anhänger*innen. Es kam zu Übergriffen bis hin zum Lynchmord an vermeintlichen oder tatsächlichen Putschisten. Am Wochenende wurden Büros der Linkspartei HDP angegriffen und alevitische Stadtviertel von bewaffneten Islamisten bedroht. Weiterlesen

Vergewaltigungsverharmlosung als Wiesenhof-Werbestrategie?!

In dem derzeit viral gehenden Werbespot des Fleischproduzenten Wiesenhof greift dieser auf widerlichste Weise den seit Längerem öffentlich diskutierten Vergewaltigungsfall Gina-Lisa Lohfinks auf. Lohfink hat zwei Männer aufgrund einer Vergewaltigung mit Hilfe von KO-Tropfen angezeigt und wurde im Folgenden öffentlich diffamiert und ihrer Anzeige die Legitimität abgesprochen. Der für sexistische Sprüche bekannte Atze Schröder wirft in dem Werbevideo Wiesenhofs mit „Witzen“ über Vergewaltigungen um sich: „Seid ihr bereit für die größte Wurst des Sommers? Danach müssen Gina und Lisa erstmal  in die Traumatherapie.“ Hierdurch wird die Vergewaltigung Gina-Lisa Lohfinks verharmlost und ins Lächerliche gezogen und Täter-Opfer-Umkehr (victim-blaming) als gesellschaftlicher Standard gefördert. Weiterlesen

„Wenn aus 80 Millionen ein Team wird…“ Kritische Veranstaltungsreihe zur Männer-EM

Die SJ–Gruppe der Falken Bremen und die Linksjugend [’solid] Bremen organisieren eine kritische Veranstaltungsreihe anlässlich der Fußball EM der Männer 2016.

Die EM beginnt und die Leute haben nichts Besseres zu tun, als mit Fahnen ihre nationale Identität zur Schau zu tragen. „Partypatriotismus“ erfüllt das ganze Land und auf dem Spielfeld steht augenscheinlich nicht irgendeine Mannschaft – sondern dort stehen „wir“. Weiterlesen

„This one´s not for me!“

Gemeinsam mit unseren Freund*innen der Sozialistische Jugendgruppe – SJ – Falken Bremen organisieren wir insgesamt drei Veranstaltungen, die sich kritisch mit der Europameisterschaft, Nationalismus und Sexismus im Fußball auseinadersetzten!

Auch diesen Sommer kennen die Medien nur ein Thema: Die ‪#‎Europameisterschaft‬ der Männer. Neben diesem sportlichen Großereignis wird es wenig Platz geben. Beiträge zu politischen Themen werden erfahrungsgemäß in den Kommentarspalten platz nehmen müssen. Die Städte werden im Fahnenmeer versinken und die Produkte im Supermarkt kennen nur noch drei Farben: Schwarz Rot Gold. In den Kneipen treffen sich die Fußballfans, bunt geschmückt in „ihren“ Farben und werden „endlich mal wieder stolz auf ihre Nation sein dürfen“. Beim Publicviewing werden Macker, Nazis und „besorgte Bürger“ mit „normalen“ Fußballfans Seite an Seite stehen und um „ihre“ Mannschaft bangen. Letzte Woche noch standen sie bei einer Pegidademo auf verschiedenen Seiten, doch wenn Löwi’s Jungs auf den Platz laufen, taumeln alle im nationalen Fieber.

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Spenden Projekt Seehilfe

Hallo liebe Menschen, 
Wir sammeln für die Sizilienfahrt der Gruppe „Projekt Seehilfe e.V.“ Spenden. 
Das Projekt Seehilfe kümmert sich um geflüchtete Menschen, die in Sizilien ankommen.
Hierfür werden folgende Dinge benötigt:
Enge Unterhosen, schwarz in Größe S und M (Neuware)
Zahnbürsten (Neuware)
Duschgel (Probengröße)
Abgegeben werden können sie am 05. April und dem 12. April von 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr 
im „Links-Treff“ Friesenstraße 6, 28203 Bremen.
Liebe Grüße,
Solid Bremen

Mobi Frauen*Kampftag(e)

Die Interventionistische Linke hat mit uns zusammen einen Bus für die Anreise am 12.3. zur Frauen*Kampftagsdemo nach Köln organisiert. Für alle, die mitfahren wollen gibt es Tickets im Golden Shop für einen selbstbestimmten Preis zwischen 6 und 15 Euro.
 
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Menschen, die schon zur Frauen*kampftagsdemo diesen Sonntag nach Berlin wollen:
 
Es gibt eine gemeinsame Anreise mit dem Zug um 6:18 Uhr ab Hbf Bremen.
Wir treffen uns um 6:00 Uhr am Info-Point. 

Solidarität mit dem Landesverband Baden-Württemberg – Parteiausschluss von Lafontaine

Der Bremer Landesverband der linksjugend [’solid] befürwortet und unterstützt das vom Landesverband der linksjugend [’solid] Baden-Württemberg beantragte Parteiausschlussverfahren gegen Oskar Lafontaine.

Stellungnahme der Genoss*innen aus Baden-Württemberg:
(online unter: http://linksjugend-solid-bw.de/blog/pm-linksjugend-beantragt-parteiausschluss-oskar-lafontaines/)

Die Linksjugend [‘solid] Baden-Württemberg hat den Parteiausschluss des ehemaligen LINKE.-Vorsitzenden Oskar Lafontaine beantragt. Lafontaine hatte zuletztmehrfach eine Obergrenze für Geflüchtete in Deutschland gefordert, um der Angst vor einer “Asylflut” entgegenzuwirken und die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung zu erhalten (Siehe Quellen). 

“Als [‘solid] Baden-Württemberg sind wir der Überzeugung, dass Rassismus, Sexismus und andere Formen diskriminierenden Verhaltens nichts in der Partei DIE LINKE. verloren haben”, erklärt Ryk Fechner, Landessprecher der Linksjugend [‘solid] Baden-Württemberg: “Lafontaine skandiert, es gäbe Rassismus, weil es zu viele Geflüchtete gibt. Damit verkehrt er Ursache und Folge.”

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Solidarität mit Sexarbeiter*innen Nein zum neuen Prostituiertenschutzgesetz – Nein zu Bevormundung und Fremdbestimmung im sexuellen Dienstleistungsgewerbe

Obwohl Sexarbeit eine längst etablierte Form der Dienstleistungen innerhalb unserer Gesellschaft darstellt und seit 2002 in der BRD als legal gilt, werden Sexarbeiter*innen im Alltag und im Berufsleben immer noch stark stigmatisiert. Dies drückt sich zum einen in der fehlenden Anerkennung ihres Berufes und zum anderen in häufig miserablen Arbeitsbedingungen aus. Damit sich hieran etwas ändert, müssen die Rechte und der Schutz von Sexarbeiter*innen gestärkt werden und selbstbestimmte Sexarbeit in allen Bereichen als Beruf anerkannt werden. Hierzu ist es wichtig, auf zentrale gestellte Forderungen von organisierten Sexarbeiter*innen (z.B. des BesD e.V.) einzugehen. Diese fordern seit Jahren eine bessere finanzielle Austattung von Beratungsstellen. Darüber hinaus werden anerkannte Interessensvertretungen und eine gute soziale Absicherung in Anlehnung an die Künstlersozialkasse gefordert. Die Umsetzung der letzteren Forderungen würde dazu führen, dass Sexarbeiter*innen wie andere Beschäftigte gemeinsam und besser für ihre eigenen Rechte eintreten könnten. Sie könnten nach rechtlichen Standards für bessere Bezahlung, bessere Arbeitsplätze und bessere gesundheitliche Vorsorge eintreten.

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Veranstaltung: Hate-Speech, Antifeminismus und feministische Gegenwehr im Netz

HateSpeech

Mittwoch, 2. März um 19 Uhr

Jugendhaus Buchte, Buchtstraße 14/15

Hate-Speech, Antifeminismus und feministische Gegenwehr im Netz
Vortrag und Diskussion mit Helga Hansen

Von den Slutwalks bis #Aufschrei haben feministische Aktivist*innen dank des Internets viel bewegt. Gleichzeitig organisieren sich zunehmend antifeministische Kräfte über das Netz. Zu ihren Taktiken gehören Beleidigungen, Todesdrohungen oder Vergewaltigungsphantasien. Die Gegenwehr ist schwierig, da die so ausgeübte Gewalt häufig unterschätzt wird. Außerdem wird die politische und gesellschaftliche Bedeutung des Internets erst langsam anerkannt. Weiterlesen

Auf dem rechten Auge blind? – Persönlicher Bericht zum Prozessauftakt im #freevalentin-Verfahren

ValentinDie Hauptverhandlung am Landgericht Bremen findet öffentlich statt. Die Verteidigung hatte zuvor um eine breite Öffentlichkeit gebeten. Mehr als 100 hauptsächlich junge Personen wollen an der Sitzung teilnehmen, aber nur 50 Personen wird der Einlass nach intensiver Taschen-, Ausweis und Körperkontrolle gewährt. Dann ist der Raum voll. Handys sind verboten. Zuschauer*innen, die auf Toilette gehen wollen, müssen dies in Begleitung von Justiz-Beschäftigten in einem neben gelegenem Gebäude tun. Verboten sind Kleidungsstücke usw. die eine Solidarisierung mit dem Angeklagten ausdrücken könnten. Nicht verboten sind zu diesem Zeitpunkt Klamotten von Nazimarken wie Thor Steinar. Im Zuschauerraum sitzen zahlreiche uniformierte Polizisten. Der Staatsanwalt begründet die scharfen Sicherheitsvorkehrungen mit nicht näher definierbaren angeblichen Gewaltdrohungen o.ä. Weiterlesen