Gegen Einschüchterung der Klinikbeschäftigten durch Ameos

Derzeit gibt es aggressives Vorgehen des Ameos-Aktiengesellschaft gegenüber seinen Beschäftigen in der St. Joseph Klinik, die dazu genötigt werden natürlich „freiwillig“ unter viel Druck und Drohungen, neuen Arbeitsverträgen mit einkommensmindernden Zusätzen zuzustimmen.

Wer nicht unterschreibt, habe „mit Konsequenzen zu rechnen“, da dies als Handlung gegen den Ameoskonzern aufgefasst werde, hieß es auf einer Betriebsversammlung. [1] Eine klare Anspielung auf einen eventuellen Verlust des Arbeitsplatzes, der Existenzgrundlage der Beschäftigten. Im Grunde werden die Beschäftigten vor folgendes Szenario gestellt. Entweder stimmen sie der Einkommensminderung zu und behalten den Arbeitsplatz oder sie wenden sich dagegen und könnten potenziell ihren Arbeitsplatz verlieren. Dies ist eine zutiefst unsoziale Arbeitsbedingung, die abzulehnen ist.

Bis zum 15. Dezember hat der Ameos-Konzern seine Beschäftigung vor die „Wahl“ gestellt entweder stimmen 95% der Beschäftigen den neuen, schlechteren Verträgen zu oder es werden Abteilungen wie die Palliativstation und die plastische Chirurgie geschlossen. Nach Angaben von Ameos laut Nordsee-Zeitung haben bereits über 60 %  unterschrieben. [1] Das ist verständlich da sie unter Existenzängsten gehandelt haben.

Die Linksjugend solidarisiert sich mit den betroffenen Beschäftigten und Gewerkschaften sowie mit denen, die sich konkret gegen das erpresserische Vorgehen durch den Ameos-Konzern zur wehr setzen.

In diesem Sinne: „Aber nur wenn alle zusammenstehen und sich organisieren wird sich grundlegend etwas ändern.“ Verdi

Öffentliche Güter in öffentliche Hand! Her mit der Enteignung!

Zum Hintergrund

Im Jahr 2014 wurden die DRK-Krankenhäuser in Bremerhaven (zwei) und Debstedt (eine) von Ameos gekauft. [3] Damit ist diese gesundheitliche Grundversorgung von einer öffentlichen Trägerschaft zu einer Aktiengesellschaft übergegangen. Bei der Übernahme ist der Ameos-Konzern verpflichtet die bestehenden Arbeitsverhältnisse zu übernehmen und fortzuführen. Dies ist „die Verpflichtung, alle Rechte und Pflichten zu übernehmen, also auch die Verpflichtung nach AVR-Caritas in der jeweils geltenden Fassung zu vergüten, [welche] zeitlich nicht befristet“ ist. [2] Daraus ergeben sich prozentuale Lohnerhöhungen. Das versucht der Konzern zu ändern um auf Kosten der Beschäftigten Profite maximieren zu können. Laut Verdi fehlen den Beschäftigten bereits jetzt 4,8 % Lohn, im Juli 2017 würden es insgesamt 7,15 % sein, die den Beschäftigten fehlen bei gleichzeitigem Wertverlust des Geldes durch Inflation, die noch dazu kommt. [2] Der Reallohn sinkt also. Die Linke hat stets vor den Problemen gewarnt, die durch den Verkauf der Klinken entstehen werden. Das ändert nichts daran. Die SPD und CDU stimmten dem Verkauf letztlich zu sind somit mitschuldig an den derzeitigen Zuständen.

[1] Nordsee-Zeitung vom 17.12.2016 S. 15

[2]

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