Gegen die Verharmlosung von Luther und seinen Judenhass

Linksjugend fordert die Umbenennung der Lutherstraßen

Angesichts des 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017 sind diverse Veranstaltungen von Seiten evangelischer Kirchen geplant, die eine kritische Auseinandersetzung vermissen lassen. Martin Luther hat zwar die Bibel übersetzt und die Reformation ausgelöst, dennoch sollte nicht vergessen werden, dass er in seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ aggressive Hetze betrieben hat. So hat er Menschen mit jüdischen Glauben als Plage, Pestilenz (schwere Seuche) und Unglück bezeichnet. Darauf aufbauend hat er das Anzünden und Zerstören von deren Synagogen, Schulen und Häusern gefordert. Alles im Namen des Christentums, „um Gott zu Ehren“. Zudem hat sich auch Adolf Hitler auf Martin Luther berufen und das umgesetzt was er mehrere 100 Jahre vorher gefordert hat.

Aus der Sicht der Linksjugend ist und bleibt es eine Zumutung für diejenigen, denen Luthers Hetzschriften bekannt sind, dass Straßen nach Martin Luther benannt sind. Aus diesem Grund fordert die Linksjugend einen neuen Straßennamen für alle Straßen, auf die das im Land Bremen zutrifft. Dafür könnten zum Beispiel Opfer der Nazis aus Bremen und Bremerhaven zur Benennung in Frage kommen.

Verweise

„Auf Kurs“ – Journal der Evangelisch-lutherischen Kirchen Bremerhavens (2016): „Luther auf dem Denkmal“, Seite 10, Ausgabe 34

https://www.kirchenkreis-bremerhaven.de/index.php/auf-kurs.html?file=files/Kirchenkreis_Bremerhaven/Auf%20Kurs/PDFs/025%20Auf_Kurs_September%202016.pdf

Martin Luther (1543): „Von den Juden und ihren Lügen“

https://archive.org/stream/VonDenJudenUndIhrenLuegen/LutherMartin-VonDenJudenUndIhrenLuegen154318S._djvu.txt

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen; Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken, unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien (…) ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören.“ (Von den Juden und ihren Lügen, Tomos 8, S. 88ff.)

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