Rechtspopulistische Politiker in Bremen-Nord sind ernsthafte Bedrohung

In der Nacht von Samstag, den 28.3. auf Sonntag, den 29.3. kam es im „Info- und Freiraum Katzensprung“ in der Lindenstraße 1 B zu einem bedrohlichen Zwischenfall. Gegen 00:20 Uhr stürmten drei Mitglieder der „Bürgr in Wut (BiW)“, namentlich Fritjof Balz, Mark Runge und Oliver Meier, aus ihrem Auto auf die Räumlichkeiten des „Katzensprung“ zu. Sie beschuldigten die Aktivist*innen vor Ort allein aufgrund der ihnen zugeschriebenen politischen Haltung für das angebliche Fehlen von Wahlplakaten mit rassistischen Inhalten verantwortlich zu sein. 

Der Landesverband der Linksjugend [’solid] Bremen erklärt sich solidarisch mit den beschuldigten Aktivist*innen des „Katzensprung“. Wir finden es lächerlich, dass der nächstgelegene linkspolitische Ort pauschal für alle Geschehnisse in Bremen-Nord verantwortlich gemacht wird. Wenn Fritjof Balz am nächsten Tag mit geballter Faust droht und Oliver Meier in der Taz vor einer kommenden Eskalation mit „Antifa“ und den „Nachwuchskräften der Linkspartei“ warnt, dann fühlen auch wir und unsere Ortsgruppe in Bremen-Nord uns direkt angesprochen. Wir erkennen darin sogar eine Drohung und ernstzunehmende Gefahr für alle linken Aktivist*innen vor Ort. „Bürger in Wut“ befürworten programmatisch sog. Bürgerwehren, also wahllos zusammengesetzte Gruppen von Menschen, die nach eigenem Ermessen als Hilfssherriffs auftreten. Entsprechend patroullieren wütende Männer durch Bremen-Nord auf der Suche nach Leuten, die sie an Hand willkürlicher Merkmale angehen und beschuldigen können. 

Vor diesen außer Kontrolle geratenen „Bürgern in Wut“ muss deshalb ernsthaft zur Vorsicht geraten werden. Die rechten Kräfte in Bremen-Nord schrecken scheinbar nicht davor zurück, für ein fehlendes Wahlplakat all jene verantwortlich zu machen, denen sie eine linke politische Gesinnung zuschreiben. Sie schrecken offensichtlich auch nicht vor einer direkten Konfrontation auf der Straße zurück. Wir erklären uns daher mit den Betroffenen vom „Katzensprung“ und mit all denen solidarisch, an die sich die Drohung von Oliver Meier und Fritjof Balz richtet. Dazu gehören selbstverständlich auch jene, die von deren Rassismus und aggressivem Menschenhass im Wahlkampf direkt betroffen sind. 
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s