Veranstaltungsreihe: Vegan Revolution!

Veranstaltungsreihe am 13. und 19. September jeweils um 19 Uhr im Infoladen!

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Am 13. September mit einem Referenten vom Magazin Tierbefreiung

Das politische Potenzial des Veganismus jenseits des „Vegan Hype“

Wenn den Kochbuchabteilungen und Kolumnist*innen sowie den Supermarktsortimenten und
Fernsehberichten Glauben geschenkt werden kann, scheint Veganismus gegenwärtig Trend zu sein –
oder zumindest ein ausgewachsener „Hype“. Wird damit eine gute Idee endlich gesellschaftsfähig?
Oder werden hier nur neue Konsumbedürfnisse in Besserverdienenden geweckt und ein harmloser
Lifestyle zu marktgängigen Produkten verarbeitet?


Es gibt viel zu diskutieren über eine Praxis, die über Jahrzehnte (auch) in den linken Zentren und
politischen Szenediskussionen langsam heranwuchs und nun mit „Vegan for fit“ und „Veganz“ so ganz anders geworden zu sein scheint. Tierrechtsbewegte Aktivist*innen beklagen bereits diesen Zustand als „Vereinnahmung durch das Kapital“ und fordern eine Rückkehr zu den politischen Wurzeln, die den Veganismus hervorbrachten. Doch wie sehen diese überhaupt aus?
Seit jeher stehen hinter dem Vegetarismus und Veganismus verschiedene Motivationen und Ziele, die entsprechend unterschiedliche Praktiken hervorbringen und zunächst historisch und politisch einzuordnen sind. Ferner ist zu untersuchen, welche linken Argumente für (und gegen) diese Praxis des (Nicht-)Konsums vorgebracht werden und wie tragfähig sie sind für eine politisch begründete Praxis des Veganismus. Wie werden Konsum und Kritik, antikapitalistische und liberale, utopische und identitäre Momente im Veganismus verknüpft und welche Perspektiven kann ein politischer Veganismus aufzeigen?

Und am 19. September mit einem Referenten von den Gruppen gegen Kapital und Nation

„Von Menschen und Tieren.“
Eine Auseinandersetzung mit dem linken politischen Veganismus.
Der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung geht es um eine „Befreiung der Tiere“ von der „Herrschaft der Menschen“. Dieses Tierbefreiungsanliegen wird als unverzichtbarer Schritt auf dem Weg zu einer gerechten und herrschaftslosen Gesellschaft angesehen. Während die einen dabei für Grundrechte für Tiere werben, versuchen sich die anderen an einer Dekonstruktion der Unterscheidung von Mensch und Tier.
Weitgehend einig ist sich die Bewegung in der Diagnose, in der Gesellschaft herrsche „Speziesismus“.
Mit diesem Begriff soll ausgedrückt werden, dass die „Unterdrückung der nichtmenschlichen Tiere“ ähnlich wie Kapitalismus, Rassismus und Sexismus zu bestimmen sei. Diese Analyse gesellschaftlicher Herrschaft (und die daraus abgeleiteten politischen Strategien) soll in der Veranstaltung kritisiert und zur Diskussion gestellt werden.
Es soll auch darum gehen, an welchen Stellen antispeziesistische Kritiken/Theorien/Strategien jeweils
umschlagen in eine Zustimmung zu den Prinzipien der herrschenden Verhältnisse, die den Lebensunterhalt und die Befriedigung der Bedürfnisse von Menschen systematisch von ihrem individuellen Erfolg in der ökonomischen Konkurrenz abhängig machen.
Dabei soll nicht vergessen werden, dass die rücksichtslose Nutzung und Zurichtung all dessen, was zur Natur gezählt wird, eine weitere Konsequenz derselben Verhältnisse ist.

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