Die Bundeswehr kommt immer häufiger in den Unterricht

Eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE hat ergeben, dass sogenannte „sicherheitspolitische Referenten“ der Bundeswehr immer häufiger an Bremer Schulen auftreten.

Der Bremer Jugendoffizier erreichte demnach 2012 über 770 Schüler_innen. Im Vergleich zum Vorjahr wird eine massive Steigerung deutlich: Die Anzahl der Teilnehmenden an Gymnasien hat sich fast verdreifacht, an Berufsschulen sogar vervierfacht.

Außerdem wendet sich die Bundeswehr  direkt an Lehrkräfte. 67 Referendar_innen und 15 Lehrer_innen nahmen 2012 an sogenannten Weiterbildungen der Bundeswehr teil.

Vieles deutet allerdings darauf hin, dass diese Zahlen stumpf gelogen sind. So spricht das Bundeskriegsministerium von 1.036 Schüler_innen, die 2011 in Bremen an Bundeswehr-Veranstaltungen teilgenommen haben (S.12). Das Bremer Bildungsressort behauptet nun für das gleiche Jahr, nur 173 Schüler_innen wären von dem Jugendoffizier „informiert“ worden.

weitere Ergebnisse:

  • Für die Propagandaveranstaltungen im Klassenraum gilt die Anwesenheitspflicht, Rot-Grün will daran auch nichts ändern.
  • Vetreter_innen der Friedensbewegung nahmen nach Erkenntnis des Senats an keiner Veranstaltung teil, zu der die Bundeswehr geladen war (Zitat: „Das Landeskommando meldet hier Fehlanzeige“).
  • Schüler_Innen- und Elternvertretungen werden im Vorfeld von Offiziersbesuchen nicht extra informiert.

Das zuständige Karrierecenter Wilhelmshaven plant

am 25.05.2013 „in einer nicht namentlich genannten Gesamtschule in Bremerhaven“ und am

am 16.06.2013 im Schulzentrum Grenzstraße weitere Veranstaltungen.

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