Bundeswehr vertreiben!

Heute haben wir, ein antimilitaristisches Aktionsbündnis der offenen linken Jugendgruppe à gauche und der linksjugend [‘solid], die Werbeaktion der Bundeswehr auf der gerade stattfindenden Berufsmesse gestört.

Mit kreativem, lautem und bunten Protest haben wir ein deutliches Zeichen gegen die Kriegspropaganda der Bundeswehr und ihren Versuch gesetzt, sich als ‚normalen‘ Ausbildungsplatz und attraktiven Arbeitgeber zu inszenieren.

Zur Aktion


Mit einem „Die-in“-Flashmob vor dem Stand der Bundeswehr haben wir unter dem Motto
„Die Bundeswehr geht über Leichen… Du auch?“ dem falschen Schein der Kriegspropagandisten eine Inszenierung entgegensetzt, die der grausamen Realität des mordenden Soldatentums gerechter wird:
Aktivist_innen stellten mit lauten Schreien und blutbefleckten T-Shirts das Sterben von Zivilist_innen dar. Alltag für Soldat_innen im Kriegseinsatz, der bei Berufsmessen gerne verschwiegen wird. Neben den Leichen am Bundeswehrstand ließen wir unser Banner mit der Forderung „Kein Werben fürs Sterben“ mit  Hilfe von Heliumballons unter die Decke steigen. Während überraschte Besucher_innen des Roland Centers interessiert die Leichen musterten und das Banner bestaunten, verteilten wir Informationsmaterial über Militarisierung, Kriegseinsätze und die Werbestrategien der Bundeswehr an Bildungsstätten.
Klar, dass auch die tapferen Mörder fürs Vaterland nicht gerne mit diesen Wirklichkeiten konfrontiert werden und die Polizei riefen, um dieses Szenario schnellstmöglich aufzulösen. Da die Polizei doch erst sehr verspätet anrückte, blieben die Leichen 45 Minuten vor dem Bundeswehrstand liegen und störten so enorm die Werbestrategie der Bundeswehr. Wir konnten diese Zeit nutzen, um mit Besucher_innen der Berufsmesse ins Gespräch zu kommen und über den tödlichen Arbeitgeber Bundeswehr aufzuklären.


Hintergrund
Dass die Bundeswehr immer wieder versucht, mit ihrer kriegstreibenden Werbepropaganda gerade uns Jugendliche – ob an Schulen, Berufsmessen oder in der Bravo- in die Verpflichtungs-Falle zu locken, werden wir nicht akzeptieren!
Für alle Bildungs- und Ausbildungsstätten gilt: Bundeswehr, wegtreten! Gegen jede Verharmlosung von Krieg + Militär!

Wo immer die Bundeswehr sich und ihre Lügen von „Sicherheitspolitik“, „Karrierechancen“ oder der „Verteidigung von Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit“ verkaufen will, werden wir auch sein und deutlich machen, worum es wirklich geht:
Massaker an Zivilisten sind keine Ausnahme- der brutale Krieg um wirtschaftliche Interessen ist längst zur Normalität in der ständigen Staatenkonkurrenz geworden. Und dass es hier nicht um die Sicherung des Friedens, sondern ganz im Gegenteil um die kriegerische
„Aufrechterhaltung des freien Welthandels und den ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“ geht, ist sogar den Verteidigungspolitischen Richtlinien für die Bundeswehr selbst zu entnehmen.

Solange diese Gewalt weitergeht, solange Krieg und Kapitalismus unser Leben bestimmen, werden auch wir weiterkämpfen!

Gegen die Militarisierung der Gesellschaft!
Gegen Bundeswehr und Kriegsindustrie – überall!
Gegen das Morden und Sterben für Staat, Nation und Kapital!

Für das schöne Leben!

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