ca.6000 linke Demonstrant_innen in Rostock

20 Jahre nach Lichtenhagen: Das Problem heißt Rassismus
Geschrieben von BundessprecherInnenrat, 26. August 2012

Über 6.000 Menschen gedachten am 25.08.2012 in Rostock mit einer Demonstration an die rassistischen Pogrome im Stadtteil Lichtenhagen vor 20 Jahren. Das bundesweite Bündnis „20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus“, an dem auch die Linksjugend [’solid] beteiligt war, hatte zu der friedlichen Gedenkveranstaltung aufgerufen. Im Anschluss gab es ein Konzert unter dem Motto „Beweg dich für Bewegungsfreiheit“, das maßgeblich von der Linksjugend [’solid] Mecklenburg-Vorpommern organisiert wurde.

Die Aktivist_Innen kritisierten u.a. die deutsche wie auch die europäische Flüchtlingspolitik und forderten die Wiederherstellung des Asylrechts. Dazu erklärt Sebastian Lucke, Bundessprecher der Linksjugend [‘solid]: „Zwei Jahrzehnte nach den rassistischen Übergriffen von Lichtenhagen gibt es in der Bundesrepublik viele Gründe, gegen Rassismus auf die Straße zu gehen. Seit über 19 Jahren hat Deutschland ein Asylrecht, das die Aufnahme von Flüchtlingen viel mehr verhindert als ermöglicht. Noch immer leben Flüchtlinge in Deutschland unter entwürdigenden Bedingungen und müssen einschneidende Beschränkungen ihrer Menschen- und Bürgerrechte hinnehmen.“

Neben verschiedenen Flüchtlings- und Asylinitiativen fordert auch die Linksjugend [‘solid] eine grundlegende Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik: Die zentralen Flüchtlingsunterkünfte müssen durch eine dezentrale Unterbringung ersetzt werden. Das Arbeitsverbot für Asylbewerber_Innen muss beendet werden. Die Residenzpflicht sollte wie in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg bundesweit fallen. „Insgesamt fordern wir eine Wiederherstellung des Grundrechtes auf Asyl, wie es vor der Abschaffung 1992 bestand hatte“, so Lucke abschließend.

Youtube Videos hier

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Ein Gedanke zu “ca.6000 linke Demonstrant_innen in Rostock

  1. Ob das Fest, das vom Landkreis Nordwestmecklenburg organisiert wird, dazu beitragen kann, nazistischem Gedankengut in der Bevölkerung wirklich entgegenzuwirken, ist fraglich. Zumindest bietet das Fest eine Abwechslung im ländlichen Raum, den allzu oft die Nazis für sich alleine beanspruchen können.

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