Mahnwache gegen den Mord an Mawda durch Polizisten

— English below —

Sonntag (20.05.18) fand am Hauptbahnhof eine Mahnwache statt für die zweijährige Mawda, die auf der Flucht von Polizist_innen in Belgien erschossen wurde. Auf der Mahnwache gab es Raum für Trauer und Bestürzung und wir haben Flyer verteilt und mit vielen Menschen gesprochen.

Im Folgenden ist der Text des Flyers zu lesen.

Der Rassismus der EU-Asylpolitik erschießt das zweijährige kurdische Mädchen Mawda

Letzten Donnerstag, den 17. Mai 2018, ist an der belgischen Grenze die zweijährige Mawda von Polizist_innen erschossen worden. Warum? Sie saß in einem Auto, welches die Polizei für verdächtigt hielt, verfolgte und anscheinend keinen anderen Weg sah das Auto anzuhalten, weshalb sie in den Lastraum schossen und dabei Mawda ins Gesicht trafen. Sie starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Sie wäre noch nicht mal alt genug für den Kindergarten gewesen. Wie kann sich die EU die Menschenrechte auf ihre Fahne schreiben und eine Asyl- und Migrationspolitik verantworten, die so etwas ermöglicht? Weiterlesen

Advertisements

Redebeitrag im antikapitalistischen Block am 1. Mai

Diesen Redebeitrag haben wir auf der Abschlusskundgebung des antikapitalistischen Jugendblocks auf der Demo zum 1. Mai in Bremen gehalten.

Hallo ihr alle!

Wie schön, dass wir heute hier so zahlreich versammelt sind. Auch wenn wir uns nicht alle einig sind, wofür wir an diesem Tag kämpfen, hier und heute haben wir die Gelegenheit nicht nur nach außen für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu streiten, sondern auch die Gelegenheit, uns zu streiten. Wir, die wir eine Klasse sein wollen, eine große Gruppe von Menschen, die innerhalb dieses Systems von den gleichen Ausbeutungsverhältnissen betroffen sind und die vermeintlich die gleichen Interessen haben.

Aber: wie sieht die gesellschaftliche Realität aus? Gestern habe ich ihm Radio gehört, über 70% der Arbeitnehmer_innen seien zufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen. Kritik an Arbeitsverhältnissen wird nicht mehr gewagt bzw. die Notwendigkeit nicht mehr gesehen. Denn: Besser irgendeine Arbeit haben als garkeine. Wir haben es verinnerlicht, dankbar zu sein für jedes Bisschen, dass uns dieses System zuwirft. Dafür, dass Menschen sich mit jedem bisschen zufrieden geben, dass ihnen nicht verwehrt bleibt, gibt es Gründe. Sozialer Abstieg, Verlust von Lebensqualität und Perspektiven sind real existierende Konsequenzen, die das System bereit hält, um diejenigen zu bestrafen, die nicht alles geben, um sich so gut wie möglich ausbeuten zu lassen.

Das System spaltet: Es teilt in vermeintlich Nutzlose und vermeintliche Wertvolle, in diejenigen, die kein Recht haben zu arbeiten, weil sie im falschen Land geboren sind und diejenigen, die es wert sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen und sich damit noch einen gewissen Lebensstandard leisten zu können. Diejenigen, die sich freuen sollen, dass vor 100 Jahren ihr Recht auf Arbeit erkämpft wurde, während sie gleichzeitig zuhause den Haushalt und die Kindererziehung schmeißen müssen und diejenigen, die getrost sagen können „stell dich nicht so an“, weil sie von diesem System profitieren und dadurch die Augen auch einfach mal zu machen zu können.

Ein Ergebnis dieser Spaltung: Rassismus, Sexismus, Rechtsruck und die vielen kleinen und großen Ungleichheiten, die unsere Leben jeden Tag durchziehen.

Was wir dann sagen: Unsere Antwort heißt Solidarität! Und ich finde: das ist richtig. Denn: wenn unsere Antwort Solidarität ist, dann heißt das, dass wir zusammenhalten gegen Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung. Dass wir versuchen die Widersprüche und Unterschiede, die zwischen uns gemacht werden, zu überwinden. Indem wir uns miteinander beschäftigen, voneinander lernen und verstehen, wie wir dazu gekommen sind in dieser Gesellschaft so verschiedene Erfahrungen und Lebensrealitäten zu bestreiten. Uns unterstützen, wo es notwendig ist, uns solidarisch und konstruktiv kritisieren, wenn wir uns verleiten lassen, ins Denken von Herrschaft und Unterschiedlichkeit zu verfallen.

Also: unsere Antwort heißt Solidarität! Aber ich frage mich auch: Ist sie das wirklich? Wenn ich mich hier umschaue und sehe, dass der DGB, der eigentlich die Vertretung der Interessen der Arbeiter_innen sein will, die Gewerkschaft der Polizei als Hauptredner_in eingeladen hat, dann frage ich mich, was diejenigen, die von Abschiebungen, von Polizeigewalt bei G20 oder den Repressionen bei den Kundgebungen gegen die AfD in den letzten Wochen betroffen sind, sich denken. Die Gewerkschaften der Polizei sind diejenigen, die die Ausweitung der Befugnisse der Polizei mit am meisten abfeiert, teilweise auf einer Linie stehen mit den Forderungen des CSU-Konservativen Seehofer.

Wenn unsere Forderungen aufhören radikal zu sein, wenn wir nur kleine Verbesserungen für wenige, anstatt des guten Lebens für alle, fordern, wo soll denn nun wirklich noch Raum für Solidarität bleiben?? Wenn wir uns auf dieser Welt umgucken und sehen, wie viel Scheiße ständig passiert, muss doch eindeutig sein, dass die einzige wirklich solidarische Antwort ein konsequenz antikapitalistischer, antirassistischer und antinationaler Kampf sein kann! Solidarität heißt ehrlich und radikal sein in den Veränderungen die es braucht! Lasst uns aufhören die Augen davor zu verschließen, lasst uns anfangen selbstkritisch zu sein, wenn wir tausendmal Solidarität sagen und lasst uns wirklich solidarisch gegen dieses Scheißsystem und seine Ausgrenzung und Herrschaft kämpfen!

Bericht von der Landesvollversammlung am 25.02.2018

Am 25. Februar fand die Landesvollversammlung der Linksjugend [’solid] Bremen in Bremerhaven statt.  Neben der Diskussion von Anträgen und Wahlen von Delegierten wurde über die Aktivitäten der einzelnen Basisgruppen und des Landessprecher*innenrates berichtet. Zusätzlich zu den Basisgruppen (Viertel, Rote Neustadt und Bremerhaven) war auch die Bremer SDS Gruppe vertreten und berichtete von der Arbeit des Studierendenverbandes.

Weiterlesen

Beschluss LVV: Gegen die völkische Hetze der AfD Bremen

Beschluss der Landesvollversammlung vom 25.02.18: Gegen die völkische Hetze der AfD Bremen 

Am 18. Februar demonstrierten etwa 600 türkische Nationalist*innen und Faschist*innen in Bremerhaven für den Angriffskrieg der Türkei auf die „Demokratische Föderation Nordsyrien – Rojava“.

Dies nutzt die AfD Bremen, um völkische Ansichten zu verbreiten. Sie teilt dazu einen Text des Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz von der AfD Bremen. Er schreibt:

„Es kann nicht geduldet werden, dass staatliche Gelder aus Deutschland und der Türkei an Organisationen fließen, deren Handeln gegen die deutsche Nation gerichtet ist.“ Damit betreibt die AfD Bremen eine deutsch-nationalistische Kritik am türkischen Nationalismus.

Weiterlesen

Beschluss LVV: AfD und JA Bremen hetzen gegen Widerstand im „Dritten Reich“

Beschluss der Landesvollversammlung vom 25.02.18: AfD und JA Bremen hetzen gegen Widerstand im „Dritten Reich“
Ignoranter Beirat bekommt Unterstützung von Rechtsradikalen

Im Stadtteil Blumenthal gibt es einen Streit um Erinnerungs- und Gedenkschilder. Der Beirat Blumenthal hat jahrelang trotz beschlossenem Antrag zur Umbenennung von Straßen nach regionalen KPD Widerstandskämpfern kaum etwas zur Umsetzung des Vorhabens getan.  Das ist schon ein Skandal an sich. Dieser unhaltbarer Zustand führte dazu, dass Gerd-Rolf Rosenberger (DKP) und ein Unterstützer*innenkreis die Initiative ergriffen. Sie sammelten Geld für die Gedenkschilder und monierten sie von selbst an zwei Straßenschildern in anwohnerlosen Straßen. Hierbei geht es um die Kommunisten Leo Drabent und Hans Neumann, die beide von den Nazis getötet wurden. Sie ließen sich nicht beirren ein kritisches Denken zu verteidigen und für eine bessere Welt zu kämpfen, trotz und wegen herrschender Nazi-Barbarei.  

Weiterlesen

Beschluss LVV: Gegen Nationalismus und Faschismus!

Beschluss der Landesvollversammlung vom 25.02.18:  Gegen türkischen Nationalismus und Faschismus!

CDU-Abgeordneter protestiert auf nationalistischer Demo für Krieg.

Am 18. Februar demonstrierten etwa 600 türkische Nationalist*innen und Faschist*innen in Bremerhaven für den Angriffskrieg der Türkei auf die „Demokratische Föderation Nordsyrien – Rojava“. Das türkische Regime ist mit dschihadistischen Verbündeten in die Region Afrin in Nordsyrien einmarschiert. Weiterlesen

Veranstaltungshinweis: Quo vadis, Türkei?

Flyer

***ACHTUNG: NEUER ORT FÜR DIE VERANSTALTUNG „Quo vadis, Türkei?“***

Aufgrund des Verbots durch die Hochschule mussten wir die Veranstaltung leider kurzfristig verlegen! Sie findet jetzt im Tivoli-Saal des DGB-Hauses (Bahnhofspl. 22, 28195 Bremen) statt.

Donnerstag, 08.02.2018 | 18°° Uhr | Tivoli-Saal

Bahnhofspl. 22, 28195 Bremen

Gemeinsam mit der JXK/YXK Bremen, dem Kurdistan Solidaritätskomitee Bremen, dem AStA der Hochschule Bremen und dem AStA der Uni Bremen organisieren wir am Do. 8.2.18 eine Podiumsdiskussion über die aktuelle politische Lage in der Türkei, ihre Auswirkungen auf Deutschland und die Zukunft der deutsch-türkischen Beziehungen. Kommt vorbei!

Weiterlesen

Veranstaltungen in der O-Woche

Im Zuge der Orientierungswoche wollen wir uns mit verschiedenen Themen beschäftigen. Kommt vorbei!

Termine:
Dienstag 10.10. | 18:00 | Friesenstraße 6
Ist das jetzt noch Sozialismus, oder wie?!
In Venezuela geraten die Dinge außer Kontrolle. War die Entmachtung des Parlaments jetzt verfassungsgemäß, oder nicht? Was ist eigentlich das Erbe der bolivarischen Revolution und was bedeutet der Chavismus für das heutige Venezuela? Diesen Fragen werden wir uns zusammen annähern! Weiterlesen

Aktiv werden! – [’solid] in den Sommerferien

19221733_1363766120387034_94124037877982349_o

In den Sommerferien haben wir uns was Besonderes für euch ausgedacht. Da wollen wir jeden Montag ein Treffen in Gröpelingen, im Linkstreff in der Gröpelinger Heerstraße 120, stattfinden lassen und damit insbesondere jungen Menschen aus Gröpelingen die Chance bieten, uns kennenzulernen.

Die Treffen sind jeden Montag um 18:30 zu einem bestimmten Thema. Weiterlesen