Her mit dem schönen Leben! Festival gegen die tägliche Scheiße

Samstag 17.6.17 | Gröpelingen – Torhaus Nord | Workshops – Konzerte – Party

Hast du auch keinen Bock für eine Schrottbude monatlich einen Haufen Geld hinzublättern oder dir überteuerte Tickets für deinen täglichen Weg zu deinem Job, zur Schule oder in die Stadt zu leisten? Dich nervt es, nicht über die Straße gehen zu können, ohne dass jemand dein Äußeres beurteilt? Immer wieder von Bullen nach deinem Ausweis angequatscht zu werden, nur weil du irgendwie nicht „deutsch“ aussiehst? Du machst die ganze Drecksarbeit, während die Chefetage sich hart am gönnen ist?
Hast du es auch satt?
Das Erstarken rechter Parteien in Europa und der ganzen Welt. Der Rassismus und Sexismus, welche immer noch in der ganzen Gesellschaft zu finden sind, oder der Leistungsdruck und die Konkurrenz im Kapitalismus.

Gegen diese tagtägliche Scheiße veranstalten wir, die linksjugend [’solid] Bremen, ein Festival. Wir fordern: HER MIT DEM SCHÖNEN LEBEN!
– für uns alle! Deswegen bist du herzlich eingeladen, mit uns zu feiern.

Wenn du genau wie wir, für eine bessere Welt für dich und für alle kämpfen willst, dann komm’ doch vorbei und lerne uns kennen.
Natürlich bist du auch eingeladen, wenn du einfach nur Party machen willst.

Mehr zum Ablauf und den Programmpunkten ist hier zu lesen.

Alltäglicher Ausnahmezustand – rassistische Polizeipraxis in Bremen und anderswo

[English translation below]

Lasst uns über Rassismus und Polizei reden
Vortrag und Filmvorführung „ID WithoutColors“
7. 6. 2017 – 19 Uhr – Paradox, Bernhardstr. 12, Bremen

Linksjugend [’solid] Bremen und die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) präsentieren den ersten Dokumentarfilm über Racial Profiling in Deutschland (2013).

Unbegründete Passkontrollen, Aggressionen von Polizeibeamten, diskriminierende Beschimpfungen und Beleidigungen, gewaltsame Festnahmen: Racial Profiling ist Alltag. Alltag für jene, die vermeintlich „fremd“ sind. Die betroffenen Menschen werden diskriminiert, ausgrenzt und stigmatisiert. Und vor allem kriminalisiert. Spätestens seit der Silvesternacht 2016/2017 in Köln ist der Begriff des Racial Profiling fest im Diskurs verankert.

Trotz dieser erhöhten Aufmerksamkeit und des Protests hat sich an dem Vorgehen der Polizei nichts geändert. Einerseits leugnet die Polizei Racial Profiling, andererseits praktiziert sie es weiterhin mit Selbstverständlichkeit unter dem Vorwand der Kriminalitätsbekämpfung. Das medial verbreitete Bild von dem Zusammenhang von Kriminalität und „Hautfarbe“ führt nur zur weiteren Stigmatisierung von Schwarzen Menschen und people of color.

KOP Bremen kämpft seit Jahren gegen Racial Profiling. Ziel von KOP ist es, auf verschiedenen Ebenen institutionellem Rassismus entgegenzutreten und damit den rassistischen Normalzustand zu durchbrechen.

Auf der Veranstaltung werden zwei Aktivistinnen einen kurzen Input zum Thema Racial Profiling und institutionellen Rassismus geben. Im Anschluss wird der Film „ID WithoutColors“ gezeigt und es wird Raum für Diskussion, Erfahrungsaustausch und Fragen geben.

ID WithoutColors (2013)
30 Min
Trailer: http://vimeo.com/56311571

—-
Everyday state of emergency – racist police force practices in Bremen and elsewhere
Let’s talk about racism and cops
Presentation and screening „ID WithoutColors“ (with English subtitles)
Linksjugend [’solid] Bremen and the Campaign for victims of racist police brutality (KOP) present the first documentary on Racial Profiling in Germany (2013).
Unfounded passport checks, aggressions by police officers, discriminating name-calling and insults, violent arrests: Racial Profiling is a part of many peoples everyday life, people who are assumed to be „foreign“. Those affected are discriminated against, segregated, stigmatized and most of all: criminalized. At least since New Year’s Eve 2016/2017 in Cologne, the term Racial Profiling has assumed a dominant role in general discourse.
Despite hightened attention and protests against these practices, there have been no changes in police force’s actions. On the one hand, the police are constantly denying to be discriminating people based on their appearance and probable ethnicity, on the other hand, they’re still practicing Racial Profiling with implicitness and under the pretense of fighting crime. The image being spread and supported by media reports of the connection between „foreigners“ and crime only further increases deep seated biases against people of color. For years, the KOP Bremen has been fighting for more awareness to put an end to discriminationg police practices. The goal of the KOP is to work towards ending institutionalized racism on various levels and by this fighting the racist normality.
During the evening, there will be two activists giving a short input about Racial Profiling and institutionalized racism. After this, the film „ID WithoutColors“ will be screened and there will be time for discussion, exchange of experiences and questions.
ID WithoutColors (2013)
30 Min

HAYIR – Kein Fußbreit dem Faschismus!

Die Repressionen der BRD und die Schwächung des Kampfes gegen die türkische Diktatur geht weit. Während türkische Politiker bei Wahlkampfauftritten in Deutschland mit faschistischen und islamistischen Grüßen auffallen, werden immer neue Symbole von kurdischen linken Gruppen verboten. Darunter auch das Symbol des YXK (kurdische Studierende), mit denen wir gemeinsam diese Sticker gegen die Grauen Wölfe und gegen Erdogans Diktatur gedruckt haben.
Ab sofort könnt ihr sie bei uns abholen. Z.B. am Sonntag bei unserer Landesvollversammlung. #hayir #nein #no

Redebeitrag: Höcke vom Hocker hau’n Demo 19.01.16

Unser Redebeitrag auf der Demo „Höcke vom Hocker hau’n“ am 19.01.16 in Bremen:

Björn Höcke, Sprecher und Fraktionsvorsitzender der AfD in Thüringen, trieb die Aussagen der rechtsradikalen Wahnsinnigen vorgestern Abend auf die Spitze.
Er selbst nennt sich einen „unbequemen Redner“, aber seine Rede war nicht nur unbequem sondern vor allem unangemessen, geschichts-relativierend und widerlich. Er sprach von einem „Denkmal der Schande“, von „unserem Volk“ welches in seiner „Existenz unmittelbar bedroht“ sei und forderte eine „erinnerungspolitische Wende um 180°“. Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Was er fordert, ist Vergessen. Anstatt Verantwortung dafür zu übernehmen, dass es so etwas wie den Nationalsozialismus nie wieder gibt, möchte er nicht mehr daran erinnert werden. Möchte sogar weiter ein patriotisches Deutsches Volk, ganz wie damals…

Weiterlesen

Gegen die Verharmlosung von Luther und seinen Judenhass

Linksjugend fordert die Umbenennung der Lutherstraßen

Angesichts des 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017 sind diverse Veranstaltungen von Seiten evangelischer Kirchen geplant, die eine kritische Auseinandersetzung vermissen lassen. Martin Luther hat zwar die Bibel übersetzt und die Reformation ausgelöst, dennoch sollte nicht vergessen werden, dass er in seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ aggressive Hetze betrieben hat. So hat er Menschen mit jüdischen Glauben als Plage, Pestilenz (schwere Seuche) und Unglück bezeichnet. Darauf aufbauend hat er das Anzünden und Zerstören von deren Synagogen, Schulen und Häusern gefordert. Alles im Namen des Christentums, „um Gott zu Ehren“. Zudem hat sich auch Adolf Hitler auf Martin Luther berufen und das umgesetzt was er mehrere 100 Jahre vorher gefordert hat. Weiterlesen

Klare antirassistische Spitzenkandidaturen für DIE LINKE bei der Bundestagswahl 2017 – Antrag an den Landesparteitag

In den letzten Wochen und Monaten hat vor allem die Flüchtlingsthematik die politische Landschaft sehr geprägt. Ende letzten Jahres feierte die Union sich für das „schärfste“ Asylrecht seit der Wiedervereinigung. Doch selbst das geht den Meisten nicht weit genug und so erleben wir ständig Forderungen nach weiteren Freiheitseinschränkungen sowie Angriffe auf Grund- und Menschenrechte. Auch die Grünen tragen diese Einschränkungen mit und die AfD ist stärker denn je. Klare Bekenntnisse zu einem solidarischen Asylrecht kommen in der öffentlichen Diskussion praktisch nicht mehr vor, wohingegen die repressive bestehende Politik als „links der Mitte“ rezipiert wird. Die Ausgangslage ist also miserabel.

Weiterlesen

Weg mit dem Turbo-Abi in Bremen und eine Schule für Alle

Der Bremer Landesverband der Linksjugend [’solid] begrüßt Niedersachsens Initiative, das soganannte „Turbo-Abi“ ab 2017 wieder abzuschaffen. Diese Initiative ist aus Sicht der Linksjugend ein guter Schritt, um den Druck und den Stress auf Schüler und Schülerinnen wieder zu reduzieren. Es sollte daher auch in Bremen flächendeckend wieder zurückgenommen werden. Landessprecherin Alica Berger fordert deshalb: „Auch die Bremer Politik muss jetzt in die Gänge kommen und schnell nachziehen, damit möglichst wenige Schülerinnen und Schüler unter dieser verfehlten Politik der vergangenen Jahre leiden.“ Weiterlesen

Solidarität im Kampf gegen Erdogan und Islamismus

Widerstand gegen Erdogan

Derzeit findet in der Türkei ein reaktionärer gesellschaftlicher und politischer Umbruch statt. Erdogan wird zunehmend zum Alleinherrscher und wird dabei von vielen Menschen in der Türkei (und in Deutschland) unterstützt. Dieser Entwicklung widersetzen sich vor allem linke und demokratische Kräfte vor Ort, die nicht zuletzt deshalb als Terroristen gelabelt und aus dem öffentlichen Leben verschwinden sollen. Zunehmend werden kurdische, demokratische und linke Aktivist*innen in der Türkei verhaftet und zu Gefängnisstrafen verurteilt. Jegliche Kritik und jeder Widerstand soll damit unmöglich gemacht werden. Parallel dazu machen europäische und deutsche Politiker*innen Deals mit Erdogan, um möglichst viele Flüchtende in die Türkei abzuschieben oder gar nicht erst über die Grenzen zu lassen. Hier wird regelrecht ein Krieg gegen Geflüchtete geführt. Die Fakten machen schnell klar, dass sich die EU dabei selbst die Hände schmutzig macht und das Erdogan-Regime in seiner Ausbreitung nur weiter stärkt. Jede Kritik an Erdogan und jede Unterstützung aller fortschrittlichen Kräfte in der Türkei ist daher dringender als je zuvor. Mit Erdogan darf es keine Kompromisse geben. Weiterlesen